NF5: Qualitätssicherung in Akkreditierungsverfahren
| Veranstaltung: | BuFaK WiWi Bremen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4.2. Neufassungen |
| Antragsteller*in: | Ben (Uni Hohenheim) |
| Status: | Modifiziert |
| Antragshistorie: | Version 1(16.05.2026) |
| Veranstaltung: | BuFaK WiWi Bremen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4.2. Neufassungen |
| Antragsteller*in: | Ben (Uni Hohenheim) |
| Status: | Modifiziert |
| Antragshistorie: | Version 1(16.05.2026) Version 2 |
Akkreditierungsverfahren sind derzeit einem Trend zur Effizienzsteigerung durch
rein schriftliche oder digitale Formate ausgesetzt, was jedoch die
Prüfungsqualität gefährdet. Akkreditierungsverfahren leben von der intensiven
Diskussion der Begutachtenden mit verschiedenen Statusgruppen der zu
akkreditierenden Hochschulen. Nur durch den persönlichen Kontakt mit
Hochschulangehörigen und den Rahmenbedingungen vor Ort können die Kriterien des
Akkreditierungsrates adäquat überprüft werden.
Akkreditierungsverfahren sind derzeit einem Trend zur Effizienzsteigerung durch rein schriftliche oder digitale Formate ausgesetzt, was jedoch die Prüfungsqualität gefährdet. Akkreditierungsverfahren leben von der intensiven Diskussion der Begutachtenden mit verschiedenen Statusgruppen der zu akkreditierenden Hochschulen und Studiengänge. Nur durch den persönlichen Kontakt mit Hochschulangehörigen und den Rahmenbedingungen vor Ort können die Kriterien des Akkreditierungsrates adäquat überprüft werden.
Aktuelle Situation
Die Qualitätssicherung in der Akkreditierung steht derzeit an einem Wendepunkt,
da die während der vergangenen Jahre forcierten Digitalisierungsschübe zunehmend
als dauerhaftes Mittel zur Effizienzsteigerung instrumentalisiert werden. Obwohl
der Akkreditierungsrat eine Begehung grundsätzlich als physischen Vor-Ort-Besuch
definiert [1], beobachten wir eine Tendenz bei Hochschulen und Agenturen,
Verfahren aus Kostengründen vermehrt rein schriftlich oder digital
durchzuführen.
Dieser Trend stellt ein erhebliches Risiko für die Prüfungsqualität dar: Reine
Online-Verfahren erlauben eine deutlich weniger genaue Überprüfung der
tatsächlichen Rahmenbedingungen und der Studierbarkeit. Ein fundiertes Urteil
über die Qualität eines Studiengangs erfordert zwingend den direkten,
persönlichen Austausch mit den Studierenden sowie die physische Einsicht in
Prüfungsunterlagen und Lehrmaterialien. Darüber hinaus lässt sich die
Angemessenheit der baulichen und technischen Infrastruktur digital nicht
realistisch abbilden.
Eine proaktive Qualitätssicherungsstrategie muss den qualitativen Mehrwert der
physischen Präsenz gegenüber rein administrativen Effizienzgewinnen
priorisieren. Zukunftsfähige hybride Verfahren sollten dabei die
Ressourcenschonung fördern, ohne die notwendige Prüftiefe zu gefährden. Um die
Standards der akademischen Ausbildung langfristig zu sichern, ist es zudem
essenziell, die Vor-Ort-Kontrollen um zeitgemäße Kriterien, wie die Qualität der
digitalen Lerninfrastruktur zu ergänzen.
Hauptforderungen der BuFaK WiWi
Quellen:
[1] Akkreditierungsrat (2023): Möglichkeiten und Grenzen von Online-Begehungen.
Beschluss des Akkreditierungsrates vom 30.03.2023, Drs. AR 025/2023. Verfügbar
unter:
https://www.akkreditierungsrat.de/sites/default/files/downloads/2023/AR_Beschlus-
--s_Begehung_2023_03_30_Drs.%20AR%20025-2023.pdf (Zugriff: 13.05.2026)
NF zu A8
Anpassung an die neue PosiPa Struktur
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