| Veranstaltung: | BuFaK WiWi Bremen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4.1. Bestehende Positionspapiere |
| Antragsteller*in: | BuFaK Rat |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 28.03.2026, 15:36 |
A5: Ablehnung einer allgemeinen Anwesenheitspflicht
Antragstext
Die BuFaK WiWi lehnt eine allgemeine Anwesenheitspflicht in
Lehrveranstaltungen ab.
Eine allgemeine Anwesenheitspflicht behindert das individuelle und
selbstbestimmte Studium und schränkt die Flexibilität der Studierenden im Alltag
stark ein. Besonders Studierende, die von finanziellen oder sozialen Härten
betroffen sind, leiden unter einer allgemeinen Anwesenheitspflicht. Daher
fordert die BuFaK WiWi die Hochschulleitungen auf, allgemeine
Anwesenheitspflichten abzulehnen.
Zum einen gibt es Studierende, welche aufgrund ihrer finanziellen Situation
gezwungenermaßen auf dem Arbeitsmarkt aktiv sein müssen, um das Studium
bewältigen zu können. Zum anderen sind Studierende betroffen, welche engagiert
in der Hochschulpolitik oder in sozialen Bereichen sind. Ebenso führen familiäre
Gründe, wie eine Elternschaft oder ein Pflegefall in der Familie, durch eine
allgemeine Anwesenheitspflicht, zu einer Benachteiligung und erschweren ein
erfolgreiches Studium in Regelstudienzeit.
Studierende sollten Veranstaltungen nicht aufgrund eines allgemeinen Zwangs
besuchen, sondern durch eigenes Interesse und durch die didaktischen Qualitäten
und Inhalte einer Veranstaltung zur Teilnahme angeregt werden. Die Ablehnung der
allgemeinen Anwesenheitspflicht inkludiert daher auch die permanente Benotung
von aktiver Mitarbeit während den Sitzungen.
Gleichwohl ist die BuFaK WiWi überzeugt, dass die Anwesenheit in Einzelfällen
sinnvoll und angebracht ist. Solche Einzelfälle können Veranstaltungen mit einem
didaktischen Konzept, welches auf Anwesenheit ausgelegt ist, wie z.B.
Gruppenarbeiten sein. Die BuFaK WiWi vertritt die Meinung, dass
Anwesenheitspflicht in Vorlesungen generell abzulehnen ist, da der Lernerfolg
einer Vorlesung nicht auf der Anwesenheit beruht und genug Materialien zur
Verfügung gestellt werden sollten, sodass die Inhalte auch zuhause gelernt
werden können. Anwesenheitspflicht sollte nicht dazu genutzt werden,
Teilnehmendenzahlen künstlich zu erhöhen. Zusätzlich spricht sich die BuFaK WiWi
dafür aus, dass studentische Vertreter:innen in den Entscheidungsprozess, ob ein
Modul mit Anwesenheitspflicht durchgeführt wird, eingebunden werden.
Daher fordert die BuFaK WiWi die Hochschulleitungen auf, allgemeine
Anwesenheitspflichten abzulehnen.
Begründung
Turnusmäßige Bestätigung

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