| Veranstaltung: | BuFaK WiWi Bremen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4.1. Bestehende Positionspapiere |
| Antragsteller*in: | BuFaK Rat |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 28.03.2026, 15:43 |
A9: Forderung nach einer pluralisierten ökonomischen Bildung
Antragstext
Die Bundesfachschaftenkonferenz WiWi fordert eine pluralistische Ausrichtung der
ökonomischen Lehre. Sie fördert den regelmäßigen Austausch mit anderen
Institutionen, die sich mit dem Thema „Theorien- und Methodenvielfalt in der
Ökonomie“ auseinandersetzen.
Die BuFaK WiWi appelliert an Entscheidungsträger:innen an den
wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten und Instituten bei der Neuausrichtung
von Professuren und Reformen von Lehrplänen auf eine verstärkte Ausrichtung auf
qualitative und vielfältige Methoden und Theorieschulen zu achten. Lehrende, die
sich in ihren Veranstaltungen auf einzelne Denkschulen der Ökonomie beschränken,
werden aufgefordert, ihre Zuhörer:innen darauf hinzuweisen. Die BuFaK WiWi
erkennt die Bestrebungen von studentischen Initiativen und Lehrkräften an, die
bspw. durch Lesekreise, Workshops und Konferenzen das Thema an ihren
Einrichtungen auf die Tagesordnung bringen, und bietet ein Forum zur
überregionalen Vernetzung und Informationsweitergabe. Den Studierenden muss im
Laufe ihres Studiums die Möglichkeit gegeben werden, verschiedene Perspektiven
einzunehmen, um einerseits einen differenzierten Blick auf die Welt zu gewinnen
und andererseits kritische Debatten über einen Pluralismus der Theorien und
Methoden anzuregen.
Darüber hinaus erhoffen wir uns, dass durch eine breite angelegte Lehre eine
reflektierte Entscheidungsgrundlage für den beruflichen Alltag erlangt werden
kann. Gerade für Studierende der Ökonomik wäre es wichtig, sich mit
unterschiedlichen Perspektiven und Ideen auseinanderzusetzen. Um aussagekräftige
Prognosen erstellen zu können, bedarf es eines Wissens über verschiedene
theoretische und methodische Ansätze und eines interdisziplinären „Blicks über
den Tellerrand“. Reflexion oder kritisches Hinterfragen der erlernten Konzepte
finden im bisherigen Curriculum der unterschiedlichen Hochschulen selten oder
gar nicht statt. Die meisten Studierenden der VWL verlassen die Universität,
ohne jemals von anderen als den neoklassischen Erklärungsansätzen gehört;
geschweige denn diese erlernt zu haben. Es muss jedoch das Ziel sein, bereits im
Grundstudium ein reflektiertes Denken über Theorien und Methoden zu fördern und
dies auch durch eine interdisziplinäre Ausrichtung der Lehrpläne und
–veranstaltungen zu verstärken. Damit interessierte und engagierte WiWi-
Studierende diese Missstände in der Bildung erkennen und zur Behebung beitragen
können, dient die BuFaK WiWi weiterhin als ein niederschwelliges Forum zur
Vernetzung und zum Austausch in Form von Workshops und Barcamps.
Begründung
Turnusmäßige Bestätigung

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